Kleingarten-Parzelle aus dem verkauften Teil des „Prüner Schlag“ | Kiel | 2015
Prüner Schlag
Zweitälteste Kleingartensiedlung in Deutschland
1830 vergab in der Stadt Kiel die „Gesellschaft freiwilliger Armenfreunde“ Gärten an bedürftige Familien. Auf dem „Prüner Schlag“ wurden Parzellen aus städtischem Besitz mit der bis heute gültigen Größe von 400 Quadratmetern ausgewiesen und für eine geringe Pacht vergeben. Sie dienten der Selbstversorgung der Pächter. Nach Ansicht der Armenfreunde war es besser, am Sonntagnachmittag im Garten zu arbeiten, als im Wirtshaus zu sitzen. Dem Beispiel folgend entstanden überall in Teilen des späteren Deutschen Reiches „Armengärten“.
2012 verkaufte die Stadt Kiel als Strukturentwicklung und Wirtschaftsförderung den größten Teil der historischen Kleingartenanlage (184.256 qm2) an das private Unternehmen Krieger. Auf dem Gelände wurden 2021 ein Möbelhaus und ein Möbeldiscounter eröffnet. 2014 wurde die Entscheidung durch einen Volksentscheid bestätigt. Aktuell steht der Möbeldiscounter zur Disposition, er ist durch den Online Markt obsolet geworden.
Sigrun Drapatz hat aus den verlassenen Parzellen Gartenmöbel gerettet, die sie als Artefakte in Ausstellungen integriert. Zuletzt in der Ausstellung „Jedermann* Selbstversorger - Utopien für eine Zukunft ohne Not“ in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und der Galerie im Anscharpark, Kiel.
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1830 vergab in der Stadt Kiel die „Gesellschaft freiwilliger Armenfreunde“ Gärten an bedürftige Familien. Auf dem „Prüner Schlag“ wurden Parzellen aus städtischem Besitz mit der bis heute gültigen Größe von 400 Quadratmetern ausgewiesen und für eine geringe Pacht vergeben. Sie dienten der Selbstversorgung der Pächter. Nach Ansicht der Armenfreunde war es besser, am Sonntagnachmittag im Garten zu arbeiten, als im Wirtshaus zu sitzen. Dem Beispiel folgend entstanden überall in Teilen des späteren Deutschen Reiches „Armengärten“. 2012 verkaufte die Stadt Kiel als Strukturentwicklung und Wirtschaftsförderung den größten Teil der historischen Kleingartenanlage (184.256 qm²) an das private Unternehmen Krieger. Auf dem Gelände wurden 2021 ein Möbelhaus und ein Möbeldiscounter eröffnet. 2014 wurde die Entscheidung durch einen Volksentscheid bestätigt. Aktuell steht der Möbeldiscounter zur Disposition, er ist durch den Online Markt obsolet geworden.
Sigrun Drapatz hat aus den verlassenen Parzellen Gartenmöbel gerettet, die sie als Artefakte in Ausstellungen integriert. Zuletzt in der Ausstellung „Jedermann* Selbstversorger - Utopien für eine Zukunft ohne Not“ in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und der Galerie im Anscharpark, Kiel.
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Bilder aus dem verkauften Teil der Kleingartenanlage „Prüner Schlag“ | Kiel | 2015
Sigrun Drapatz hat Gartenmöbel aus den verlassenen Parzellen „gerettet“.
Sigrun Drapatz hat Gartenmöbel aus den verlassenen Parzellen „gerettet“.
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Gartenmöbel im „Prüner Schlag“ und in der Ausstellung „Mein Garten – ein Paradies, Orte der Wonne in der Großstadt“ | Galerie M | 2015
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Gartenmöbel aus dem „Prüner Schlag“ | Trappenkamp | 2015