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ON WATER

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Filmscreening „Refugee Strike & Beyond“ von und mit Amadou Abdouraman, Oumar Assouman, Abidal Bance,
Haire Idris, Ali Mahamet, im Ramen der Ausstellung On Water | SCOTTY | Berlin | 2014

Einführung

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Schaufensteransicht der Ausstellung On Water | SCOTTY | Berlin | 2014

Ausstellungen und Forum zu Flucht

Konzeption von Sigrun Drapatz, Eva Liedtjens und Tanja Lenuweit

On Water beschreibt die instabile Lage, in der sich Menschen auf der Flucht befinden. Das Mittelmeer könnte eine Brücke sein, für Menschen die Zuflucht und Sicherheit in Europa suchen. Doch die Europäische Gemeinschaft konzentriert ihre Kräfte seit 2014 auf digitale Überwachung und Sicherung der EU-Außengrenzen. Sie arbeitet direkt oder indirekt mit despotischen Regierungen zusammen, um Flucht zu verhindern. Selbst vor dem völkerrechtswidrigen Zurückdrängen von Booten wird nicht zurück geschreckt. Statt dem Einsatz eines soliden Such- und Rettungssystems im Mittelmeer werden Fluchthilfe und Seenotrettungsprogramme systematisch kriminalisiert.
On Water beschreibt die instabile Lage, in der sich Menschen auf der Flucht befinden. Das Mittelmeer könnte eine Brücke sein, für Menschen die Zuflucht und Sicherheit in Europa suchen. Doch die Europäische Gemeinschaft konzentriert ihre Kräfte seit 2014 auf digitale Überwachung und Sicherung der EU-Außengrenzen. Sie arbeitet direkt oder indirekt mit despotischen Regierungen zusammen, um Flucht zu verhindern. Selbst vor dem völkerrechtswidrigen Zurückdrängen von Booten wird nicht zurück geschreckt. Statt dem Einsatz eines soliden Such- und Rettungssystems im Mittelmeer werden Fluchthilfe und Seenotrettungsprogramme systematisch kriminalisiert.
On Water beinhaltet eine Ausstellung eingebettet in diskursive und informative Veranstaltungen sowie Workshops zu ausgewählten Schwerpunktthemen. Das Augenmerk der Kuratorinnen liegt auf dem ausbalancierten Verhältnis von Fakten und persönlichen Narrativen.
  • Informationen zu Migrationsbewegungen: Daten, Zahlen, Fluchtrouten, Informationen zur rechtlichen Situation von Geflüchteten, Fotografien von anonymen Hinterlassenschaften. Ergänzt werden diese Informationen durch einen Handapparat mit ausgewählten Büchern und Texten.
  • Persönliche Narrative von Geflüchteten: Erzählungen, Statements, Stimmen, Perspektiven einzelner geflüchteter Menschen.

Den Flüchtenden setzten die Hyänen nach,
die Angst vor dem schwarzen Tod trieb uns auf die Boote
Yasemın, Limasol
Den Flüchtenden setzten
die Hyänen nach,
die Angst vor dem schwarzen Tod
trieb uns auf die Boote
Yasemın, Limasol

Weitere Projektbeteiligte

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Installationsansicht von „Syria in Transit“ | Wandzeichnung, Monitore, Infobroschüre | SCOTTY | Berlin |2014

Syria in Transit,
Dokumente von Geflüchteten

Dokumente und Geschichten von Geflüchteten. Eine Kooperation von Kemal Vural Tarlan (Gaziantep) und Jon Davis (London), die Geschichten von Menschen auf der Flucht von Syrien nach England dokumentiert; ergänzt werden die Geschichten durch Fotos aus der Serie „Dom People“.
www.syriaintransit.com

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Detailansicht der Installation von „Refugee Report“| Mediaplayer, Kopfhörer, Transskription der Interviews mit Geflüchteten | SCOTTY | Berlin |2014

Refugee Report
Stimmen von Geflüchteten

Eine Internetplattform, 2013 von Julia Gabel, Jenny Lindener und Dinah Rothenberg gegründet, die Stimmen von geflüchteten Menschen hörbar macht. Die Sprecher*innen wählen ihr Thema, frei von Zeitvorgaben oder vorgegebenen Fragen. Die Interviews sind nicht geschnitten. In der Ausstellung stehen Übersetzungen ins Englische als Transkription zur Verfügung.


Ein Projekt in Bewegung

Jeder Ort hat sein spezifisches Thema, daher variiert der Schwerpunkt der Ausstellung. Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft und dem Kulturbetrieb der jeweiligen Stadt werden in die Gestaltung der Foren eingebunden. Das Grundkonzept und der Charakter der Ausstellung bleiben bestehen.


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Detailansicht in der Ausstellung On Water | SCOTTY | Berlin | 2014

On Water in Berlin

2014 wurde in Berlin eine Zeltstadt von Geflüchteten, Asylsuchenden und Unterstützer*innen auf dem Oranienplatz in Kreuzberg von der Polizei geräumt. Hier wurde gegen Lager- und Residenzpflicht sowie bestehende Abschiebepraxis demonstriert. Mit der Räumung verschwanden diese Themen, die damit verbundene Willkür, aber auch der Widerstand der Geflüchteten aus dem öffentlichen Raum. Es erfolgte eine Dezentralisierung des Widerstandes in Berlin. Die Ausstellung On Water knüpft an die Geschehnisse an. Der Ausstellungsort SCOTTY befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Oranienplatz.


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Eröffnung der Ausstellung On Water | Atelierhaus im Anscharpark | Kiel | 2015

On Water in Kiel

Die Kriminalisierung der Fluchthelfer*innen ist im Fokus der Ausstellung in Kiel. Kaum ein*e Geflüchtete*r kann ohne fremde Unterstützung legal die Grenze nach Europa passieren. Im November 2014 löste Frontex, Europäische Grenzsicherung, das italienische Seenot-Rettungsprogramm „Mare Nostrum“ ab. Parallel berichteten die Medien von den kriminellen Machenschaften der Schlepper und Menschenhändler. Diese Problematik thematisiert On Water in den Foren in Kiel. Ausstellungsort war das Atelierhaus im Anscharpark; in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung SH, 2015.