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MOSES TÖCHTER

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12 von 30 Portraits | Barytpapier auf Spanplatte | 50 x 70 cm | Installation im Turm des Klosters St. Burchardi, Halberstadt | 2001 | Foto: U. Schrader

Einführung

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Ausstellung Moses Töchter in der Galerie im Hof Akkerboom | Kiel | 2004 | Foto: Kieler Nachrichten

Einführung

Die Arbeit „Moses Töchter“ umfasst eine Serie von 30 Fotografien. Sie zeigt eine Frau mit einem Kopftuch frontal in schwarz/weiß. Sie schaut den Betrachter an. Auf jedem Bild ist das Tuch auf eine andere Weise gebunden. Die Bindung des Kopftuches verändert die Erscheinung der Frau, ruft Assoziationen hervor und bewirkt beim Betrachter eine Zuordnung der Person. Das Individuum unter dem Kopftuch wird zu einem Repräsentanten einer Gruppe. Gleichzeitig sieht man eine Person mit einer Vielfalt von Möglichkeiten, unser Kategorisieren wird infrage gestellt und ad absurdum geführt.
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10 von 30 Portraits | s/w Fotografie | 1999 | Foto: Elke Drapatz

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10 von 30 Portraits | s/w Fotografie | 1999 | Foto: Elke Drapatz

Quellnachweise:

Die Künstlerin verweist in ihrer Arbeit auf die Textstellen in der Tora, der Bibel und im Koran, worauf sich die Tradition des Kopftuches in der jeweiligen Religion gründet:

  • Tora: 4. Buch Moses, In der Wüste, Kapitel 5/18
  • Bibel: Neues Testament, Korinther, Kapitel 11/5–15
  • Koran: 24. Sure, Abschnitt 31

Moses

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Moses Töchter in hebräischer, lateinischer und arabischer Schrift | Barytpapier auf Spanplatte | 20 cm x 30 cm | 1999

Moses

Der Titel „Moses Töchter“ ist in drei Schriften geschrieben: hebräisch, lateinisch, arabisch. Drei Schriften, die historisch, religiös, kulturell miteinander verwoben sind. Die Gestalt des Moses dient als Verknüpfungspunkt. Er wird vom Judentum, Christentum und Islam als Autorität anerkannt. Er gilt als der Religionsstifter der israelitischen Religion. Moses empfängt von Gott die Gesetze für das Volk Israel. Das Gesetz und der Pentateuch, bilden den Kern der jüdischen Religion.
Der Titel „Moses Töchter“ ist in drei Schriften geschrieben: hebräisch, lateinisch, arabisch. Drei Schriften, die historisch, religiös, kulturell miteinander verwoben sind. Die Gestalt des Moses dient als Verknüpfungspunkt. Er wird vom Judentum, Christentum und Islam als Autorität anerkannt. Er gilt als der Religionsstifter der israelitischen Religion. Moses empfängt von Gott die Gesetze für das Volk Israel. Das Gesetz und der Pentateuch, bilden den Kern der jüdischen Religion. Moses Wirken bezieht sich auf das menschliche Handeln in der Gemeinschaft vor Gott. Es geht um das Real-in-der-Welt sein, um die gesellschaftliche Dimension. Als historische Person ist Moses nicht nachzuweisen. Seine Person existiert durch die Überlieferung. Er ist eine Erinnerungsfigur. Erinnerung und Geschichtsbewusstsein sind Bestandteil jüdischer Identität. Die drei angesprochenen Religionen basieren auf dieser Überlieferung. In ihrer Beziehung zu ihr definieren und unterscheiden sie sich.
Autorin: Elke Drapatz

Ausstellung im Turm vom Burchardikloster in Halberstadt, 2001

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Ausstellungsort: Turm des Burchardiklosters | Halberstadt | 2001


Ein Nonnenkloster umgeben von einer Mauer.
In der Mitte steht ein Turm.
Genutzt als Taubenturm, Wohnstadt, Lager,
ist er ein geschlossener, freistehender Raum.
Die Fenster sind vergittert.
An der Innenwand hängt eine Folge von Fotografien.
Frauenportraits, den Kopf mit einem Tuch bedeckt.
Ein Nonnenkloster umgeben von
einer Mauer.
In der Mitte steht ein Turm.
Genutzt als Taubenturm, Wohn-
stadt, Lager, ist er ein geschlosse-
ner, freistehender Raum.
Die Fenster sind vergittert.
An der Innenwand hängt eine
Folge von Fotografien. Frauen-
portraits, den Kopf mit einem Tuch
bedeckt.